Das Maker Lab der FK11

von Lisa Walleitner

Seit Sommer 2020 wurden die Medienlabore der FK11 der Hochschule München um ein weiteres ergänzt: Das Maker Lab. Im den Räumlichkeiten der alten Holz- und Metallwerkstatt ist nun erneut eine Werkstatt angesiedelt – aber eine mit analogen und digitalen Tools in einem Raum. Es ist ein Ort des Makings, also des Selbermachens, des Ausprobierens und der kreativen Lösungsfindung. Dieser Zugang eröffnet den Makern ganz neue Freiheiten: If it can be imagined, it can be made, lautet das Motto.

Der Wert des Maker Labs für die Angewandten Sozialwissenschaften


Making dient in den Angewandten Sozialwissenschaften dem Prinzip von Emanzipation und Empowerment im Umgang mit (digitaler) Technik. Im Zuge des Mediatisierungsschubs und der Digitalisierung sind digitale Medien nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken – und damit fester Bestandteil der Lebenswelt von Zielgruppen der Sozialwissenschaften. Der Wert des Maker Labs für Studierende der FK11 fußt damit auf drei Säulen:

Technik: Emanzipatorischer Umgang mit Technik
Persönlichkeit: Erfahren von Selbstwirksamkeit
Produkt: Entwickeln und Herstellen individueller Produkte

Das Maker Lab eröffnet dadurch vielfältige Anwendungsbereiche: das Ausprobieren neuer Technologien, das Reparieren von Dingen (Repair Cafe), das Entwickeln individueller, innovativer Produkte (Prototyping), das Realisieren eigener Ideen und das Herstellen von Spezialanfertigungen, z.B. für Menschen mit Inklusionsbedarf. Nicht zuletzt können somit im Prozess des Makings Lösungsansätze für soziale Probleme und die großen Herausforderungen unserer Zeit entstehen.

Mini-Roboter

Textilbearbeitung

Ausstattung

Die Ausstattung umfasst diverse Werkzeuge und Geräte folgender vier Bereiche:

  • Holzbearbeitung
  • Textilbearbeitung
  • Elektro- und Computertechnik (z.B. zum Programmieren von Mikrocontrollern wie Arduino)
  • Digitale Geräte (wie 3D-Drucker, Lasercutter, 3D-Scanner etc.)

Seit Kurzem ist dem Maker Lab darüber hinaus eine Kleidertauschbörse angesiedelt. Damit wollen wir den Klamotten ein längeres Leben schenken, denn das ungeliebte Kleidungsstück des einen kann der anderen eine große Freude bereiten.

The Idea of Making


Der Gründer der Making Bewegung Mark Hatch hat neun Prinzipien des Makings aufgestellt:
MAKE | SHARE | GIVE | LEARN | TOOL UP | PLAY | PARTICIPATE | SUPPORT | CHANGE

PARTICIPATE: Jeder kann Maker sein! Im Making ist die Freude am Selbermachen (MAKE) und der Lernprozess (LEARN) mindestens so wichtig wie das Produkt am Ende. Das Maker Lab ist ein Raum, um sich spielerisch auszuprobieren (PLAY). Fehler sind dabei wichtiger Teil des Prozesses: Fail forward heißt das Motto. Making ist kooperativ, ohne Wettbewerbsgedanken. Sich gegenseitig zu unterstützen und reger Wissensaustausch sind große Prinzipien des Makings. Denn erst durch SUPPORT, SHARE, GIVE und CHANGE können Probleme im Kleinen, wie das Reparieren von Dingen, und im Großen (Inklusion, Innovation) gelöst werden.

Holzbearbeitung

Weitere Infos, wie das Handout zum Wert des Maker Labs, finden Sie auf der Website des Maker Labs https://www.sw.hm.edu/studienangebot/labore/media___culture___lab_/maker_lab_/maker_lab_3.de.html

und auf dem Instagram-Kanal der Medienlabore der FK11: @media_culture.lab.

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